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Die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Entwicklungspolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion erklärt anlässlich des gestrigen Kongresses mit dem Titel:

„Das Weltbevölkerungswachstum - eine zentrale Herausforderung für die Entwicklungspolitik“:

PDF_Logo DOWNLOAD: Thesenpapier Weltbevoelkerungswachstum

Die demographische Entwicklung der Weltbevölkerung wird die Entwicklungspolitik in den nächsten Jahren verstärkt beschäftigen müssen, so das Fazit des jüngsten Kongresses der Unionsfraktion. Seit Oktober 2011 leben sieben Milliarden Menschen auf diesem Planeten. 2050 werden es mindestens neun Milliarden sein, wobei der überwiegende Teil des Wachstums in Subsahara-Afrika stattfindet. Über die Frage, ob die deutsche Entwicklungspolitik für die Herausforderungen des Weltbevölkerungswachstums gewappnet ist, diskutierten am 8. Februar 2012 etwa 250 Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft auf einem Kongress im Reichstag, zu dem die CDU/CSU-Bundestagsfraktion eingeladen hatte.
In ihrem Eingangsstatement wies die entwicklungspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Sibylle Pfeiffer, auf die Komplexität und Vielschichtigkeit des Themas hin: Weltbevölkerungswachstum, Nahrungsmittelsicherheit, die Sicherstellung von Basisinfrastrukturen oder auch die politische Stabilität von Staaten, alles hänge thematisch zusammen und bedinge einander. Leider sei es über lange Jahre versäumt worden, das Thema in die parlamentarische und mediale Öffentlichkeit zu bringen. Das werde sie ändern.
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel betonte in seinem Beitrag, dass die Bevölkerungsdynamik die Politik vor große Herausforderungen stelle. Wenn diese angenommen werden, könne eine gut ausgebildete junge Bevölkerung jedoch auch große Chancen für wirtschaftliches Wachstum und größeren Wohlstand in Entwicklungsländern bergen. Aus diesem Grunde habe das BMZ im letzten Jahr beschlossen, Weltbevölkerungsthemen zu einem wichtigen Bestandteil seiner strategischen Planung zu machen.
Aus der internationalen Perspektive forderte der Exekutivdirektor des Weltbevölkerungsfonds (UNFPA) Dr. Babatunde Osotimehin, nicht ausschließlich auf die Bevölkerungszahlen zu schauen. Wichtiger sei die Beantwortung der Frage, wie der Zugang zu Basisinfrastrukturen für eine wachsende Weltbevölkerung sichergestellt werden könne. Primäre Ziel müsse es sein, die junge Generation für die Herausforderungen der Zukunft stark zu machen. In diesem Zusammenhang dankte er Deutschland für seine Unterstützung des UNFPA.
Die sich anschließenden Diskussionsrunde zu den Themenkomplexen Ernährungssicherung, Gesundheit, Bildung und soziale Sicherung diskutierte perspektivisch die Frage, wie eine nachhaltige Welt mit 9-10 Milliarden Menschen aussehen könne. Referenten waren Prof. Erich Zahn, Co-Autor der Studie „Die Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome, Dr. Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission, Prof. Joachim von Braun, Direktor des Zentrums für Entwicklungsforschung an der Universität Bonn und Renate Bähr, Geschäftsführerin der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung. Gefordert wurde von Seiten der Referenten u.a. eine Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktivität, eine Reduzierung von Nahrungsmittelverschwendung - und verlusten, der Ausbau von Maßnahmen zur selbstbestimmten Familienplanung sowie eine Verbesserung der Bildungsqualität.
Der stv. Fraktionsvorsitzender Dr. Christian Ruck forderte in seinem Schlusswort resümierend, alle mit dem Weltbevölkerungswachstum verbundenen Herausforderungen in einem umfassenden Ansatz anzugehen. Dabei sei jedoch auch ein entsprechender politischer Wille in den Entwicklungsländern selber von Nöten.
Die Veranstaltung soll im nächsten Jahr mit einem Folgekongress fortgesetzt werden, der sich den Themen Klima/Umwelt, Krisen/Konflikte, Migration, Ressourcen und Urbanität widmen wird.
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat anlässlich des Kongresses ein Thesenpapier mit dem Titel „Entwicklungszusammenarbeit an den Herausforderungen des Weltbevölkerungswachstums ausrichten“ vorgelegt, das auch auf der Homepage von Sibylle Pfeiffer unter www.sibyll-pfeiffer.de einsehbar ist.
 
 
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ZITAT:

Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble am 24. März 2012 in einem Interview mit dem Südwestrundfunk

"Eine nachhaltige Finanzpolitik, die die Schulden reduziert, ist eine Voraussetzung dafür, dass wir nachhaltiges Wachstum, soziale Sicherheit und sichere Arbeitsplätze haben."

 

KOCHBUCH: MEINE HEIMAT, MEINE REZEPTE

 

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